ÜBER DIESE INITIATIVE

DER WÄHRINGER JÜDISCHE FRIEDHOF

Seit den 80er Jahren gibt es Bemühungen um eine Restauration des Währinger Jüdischen Friedhofes, unter ihnen eine Reihe wissenschaftlich unterstützer Bestandsaufnahmen. Auch die Historikerin Tina Walzer hat sich lange Jahre intensiv darum bemüht, eine Lösung für die Instandhaltung des Währinger Jüdischen Friedhofes zu erreichen. Educult unterstützt diese Initiative durch die Organisation eines breit angelegten Vermittlungsprojektes.

Der Währinger Friedhof (1784–1880) ist als Biedermeieranlage das jüdische Pendant zum bekannten christlichen Friedhof St. Marx. Als Begräbnisstätte für alle Mitglieder der damals entstandenen jüdischen Gemeinde Wiens ist er ein Spiegelbild jenes Bevölkerungsteiles, der die industrielle Revolution, das moderne politische System sowie die Künste entscheidend mitgestaltete. Damit stellt der Friedhof eines der wenigen Zeugnisse dar, die diesen zerstörten und vielfach unbekannten jüdischen Anteil an der Vergangenheit Wiens, Österreichs und Mitteleuropas heute noch umfassend sichtbar zu machen vermögen. Entsprechend eignet sich das Areal in idealer Weise als Sehenswürdigkeit für kulturell und geschichtlich interessierte Wienerinnen und Wiener sowie für BesucherInnen der Stadt.

(c) Tina Walzer

ZIEL

Ziel dieser Initiative ist es, gezielte Referenzaktivitäten und -projekte um den jüdischen Friedhof in Wien Währing zu realisieren, und damit längerfristig die Existenz dieses einzigartigen Kulturdenkmals zu sichern. Konkret wird versucht, einen regelmäßigen Besuch des Friedhofes nicht nur Nachfahren sondern auch kulturell und stadtgeschichtlich interessierter WienerInnen und TouristInnen zu ermöglichen und diese mit aufbereiteten Informationen zu versorgen. Darüber hinaus soll der Friedhof als Ausgangspunkt für weitergehende Forschungs- und Bildungsaktivitäten genutzt werden.

Längerfristig erhoffen sich die Initiatoren, mit Hilfe von Referenzaktivitäten und einer breit angelegten Lobbyingarbeit eine gemeinsame Trägerschaft von Bund, Land, Kultusgemeinde und privaten Interessenten zur nachhaltigen Instandhaltung dieses Friedhofs zu erreichen.