AKTUELL

01.11.2008 BUCH „WÄHRINGER JÜDISCHER FRIEDHOF –
VOM VERGESSEN ÜBERWACHSEN“

Buchcover

Der Währinger jüdische Friedhof ist ein einzigartiges Dokument der Wiener Kultur, Kunst, Wirtschaft und Sozialgeschichte. Doch dieser wunderbare Ort befindet sich – obwohl die Republik Österreich gemäß des Washingtoner Abkommens verpflichtet ist, für seine Pflege zu sorgen – in einem beklagenswerten Zustand.
Die Fotografen Claudio Alessandri, Peter Bauer, Isolde Ohlbaum, Herbert Pasiecznyk, Edward Serotta, Michaela Theurl, Berndt Wandschneider und Harry Weber haben die Magie des Friedhofs mit ihrer Kamera eingefangen.
Mit einem historischen Abriss von Tina Walzer, Projekten Wiener Schulen und Unterrichtsmaterialien.

Die Publikation umfasst 168 Seiten mit zahlreichen Farb- und s/w-Fotografien und ist in der Bibliothek der Provinz erschienen. Preis: 29 Euro.

Verlag publiation PN°1 Bibliothek der Provinz
A-3970 Weitra
www.bibliothekderprovinz.at

Kontakt, Informationen und Bestellung
Sanem Altinyildiz
Tel +43 1 522 31 27 21
sanem.altinyildiz@educult.at
www.educult.at

20.06.2007 LÖSUNG FÜR NACHHALTIGE SANIERUNG UND ERHALTUNG DES WÄHRINGER FRIEDHOFS IN SICHT

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hat nun, wie Der Standard berichtet, einen konkreten Plan für eine langfristige Restaurierung und Instandhaltung des Währinger jüdischen Friedhofs vorgelegt:

In einem ersten Schritt soll ein zwei- bis dreijähriges Vorprojekt zur Durchführung einer Bestandsaufnahme gestartet werden, das vom Nationalfonds der Republik Österreich finanziert wird. Parallel dazu soll es erste Sanierungsarbeiten geben.

Insgesamt wird der Aufwand für die Restaurierung des Friedhofs auf 14 Millionen Euro geschätzt, die gesamten Arbeiten werden laut ExpertInnen bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen.

13.07.2007 SANIERUNG DES WÄHRINGER FRIEDHOFES
IN SICHT?

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) will im für NS-Entschädigungen zuständigen Nationalfonds-Kuratorium den Weg für die Sanierung des jüdischen Friedhofs Währing freimachen.

Der ORF berichtet auf wien.orf.at/stories/207059

20.06.2007 KULTUSGEMEINDE SETZT BIS AUF WEITERES ALLE FÜHRUNGEN AM WÄHRINGER JÜDISCHEN FRIEDHOF AUS

Wir bedauern sehr, Ihnen mitteilen zu müssen, dass nach Beschluss des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde Wien bis auf weiteres alle Führungen am Währinger jüdischen Friedhof ausgesetzt werden. In diesem Sinne kann die geplante Führung am Sonntag 24. Juni 2007 sowie alle weiteren unter „Führungen“ angeführten Termine nicht stattfinden!

Haftungsfragen sind offenbar Grund für die Schließung des Friedhofes. Wir hoffen, Ihnen nach Erhalt eines offiziellen Schreibens der Kultusgemeinde mehr über die Hintergründe dieser Entscheidung mitteilen zu können und werden Sie über mögliche Führungstermine ab Herbst 2007 und weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

15.06.2007 4. KLEZMORE FESTIVAL VIENNA

Im Rahmen des 4. KlezMORE Festivals Vienna wird am 06. Juli 2007 von 15–17h eine Führung am Währinger Friedhof angeboten, die von Tina Walzer geleitet wird.

Anmeldung: Sie können sich dafür unter ruth.schwarz@chello.at oder 0699/1270 8645 anmelden!
Kosten: EUR 5,–.
Treffpunkt: Eingangstor des Friedhofs in der Schrottenbachgasse 11, 1180 Wien

Nähere Infos zum Programm des KlezMORE Festivals Vienna erhalten Sie unter www.klezmore-vienna.at.

24.05.2007VON BARONEN UND BRANNTWEINER. EIN JÜDISCHER FRIEDHOF ERZÄHLT“

Der Text- und Bildband zum Währinger jüdischen Friedhof trägt den Titel „Von Baronen und Branntweinern. Ein jüdischer Friedhof erzählt“ und wird von Martha Keil/Institut für Geschichte der Juden in Österreich gemeinsam mit dem Mandelbaum Verlag herausgegeben.

Eine historische Einleitung und ausgewählte Lebenserinnerungen von Wiener Juden mit Beziehung zum Währinger jüdischen Friedhof beleuchten eine maßgebliche Epoche der Wiener jüdischen Kultur vom Toleranzpatent bis zur Erlangung der staatsbürgerlichen Gleichstellung. Den verwahrlosten und geschändeten Zustand des heutigen Friedhofs führen die Fotos von Daniel Kaldori einprägsam vor Augen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Buchpräsentation am 30 Mai um 18:30 Uhr im Jüdischen Museum Wien (1010, Dorotheergasse 11) mitzuerleben!

Begrüßung: Julia Kaldori
Zum Friedhof: Martha Keil
Michael Baiculescu und Martha Keil lesen aus Lebenserinnerungen und Grabsteininschriften.
Musikalischer Rahmen mit jüdischen Komponisten der Zeit; Fotoprojektion von Daniel Kaldori.

16.04.2007 NACHRUF AUF HARRY WEBER – REPORTAGEFOTOGRAF UND EINZIGARTIGE PERSÖNLICHKEIT

Der österreichische Reportagefotograf Harry Weber ist am 10. April 2007 im Alter von 85 Jahren einem Herzleiden erlegen. Wir trauern um eine einzigartige Persönlichkeit und sind zugleich sehr berührt, dass eine seiner letzten Aktivitäten diesem Projekt galt.

Es ist nur wenige Monate her, da war ich auf der Suche nach bekannten österreichischen Photografen, die wir für eine Mitarbeit an einem Photokalender zum Währinger Jüdischen Friedhof gewinnen wollten.

Ich rief Harry Weber an, der nach wenigen Minuten kurzerhand zustimmte, sich an dem Projekt aktiv zu beteiligen. Ein Projekt zur Unterstützung eines jüdischen Friedhofes? Ist doch Ehrensache.

Wir hatten damals geplant, nach Weihnachten 2006 mit den Arbeiten am Kalender zu beginnen. Zwei Tage nach meinem Gespräch mit Harry Weber teilte er mir jedoch mit, dass er am liebsten gleich am kommenden Wochenende am Währinger Friedhof fotografieren wollte. Das war mein erstes Treffen mit Harry Weber. Ich lernte ihn als einen Mann mit ausgeprägten Ansichten kennen, der geradlinig sagte was er dachte. Es sollten noch weitere Treffen folgen, in denen er das Projekt mit ungeheurem Engagement und Tatkraft vorantrieb, ihm Schwung verlieh.

Ich bin froh, den Menschen Harry Weber kennen gelernt zu haben. Ich möchte sagen, ich hätte ihn gerne besser gekannt.

Eva-Maria Bauer

08.03.2007 ERFREULICHES GIBT ES ZU BERICHTEN …

Nach einem Schreiben an Dr. Michael Häupl, Bürgermeister der Stadt Wien die Sturmschäden am Währinger Jüdischen Friedhof betreffend, wurde uns mitgeteilt, dass auf Initiative der amtsführenden Stadträtin Mag. Uli Sima (Geschäftsgruppe Umwelt) bereits erste Maßnahmen ergriffen wurden. Wir freuen uns sehr, dass durch die Unterstützung der Stadt Wien nun eine erste Beseitigung der Sturmschäden möglich wird und damit eine erhöhte Sicherheit am Friedhofsareal gegeben sein wird.

14.02.2007 WIEN PILGERT ZUM WÄHRINGER FRIEDHOF …

Es kam ganz überraschend – nur wenige Tage, nachdem die ersten Pressemeldungen über Führungen am Währinger Friedhof veröffentlicht worden waren, liefen die Telefone im Educult–Büro heiß. Bereits nach vier Tagen war der Termin am 18. Februar mit über 80 TeilnehmerInnen völlig ausgebucht. Mittlerweile sind auch die Termine im März und April nahezu voll, der Strom an interessierten Anrufern reißt jedoch nicht ab.

Zu unserer großen Freude hat der ORF angekündigt, die Führung am 18. Februar 2007 begleiten zu wollen und anschließend über den Währinger Jüdischen Friedhof zu berichten. Wir hoffen sehr, dass eine solch große mediale Aufmerksamkeit die Causa Währinger Friedhof vor allem in punkto Sanierung vorantreiben wird.